chair-1866784_1280

Welche Bedeutung hat das Homeoffice nach der Corona-Krise?

Zu Beginn der Corona-Krise schien das Arbeiten aus dem Homeoffice als ein temporäres Phänomen in den meisten Berufszweigen. Doch mehrere Umfragen großer deutscher Tageszeitungen, wie der FAZ und der Welt haben ergeben, dass viele Arbeitnehmer auch nach der Pandemie gerne regelmäßig von Zuhause aus arbeiten würden.

Was bedeutet das für die Immobilien-Nachfrage und wie werden sich Wohnungen in Zukunft verändern? Das behandeln wir in unserem heutigen Artikel.

Die Diskussion über das Homeoffice

Aktuell ist das Arbeiten von Zuhause eines der medial am häufigsten diskutierten Themen – und das nicht ohne Grund, denn der Anteil der Arbeitnehmer, die aktuell im Homeoffice arbeiten liegt Umfragen zufolge zwischen 43% und 45%. Im Vergleich zur Situation vor der Corona-Krise ist das ein Anstieg von ca. 90% – 100%. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will das Recht zuhause arbeiten zu dürfen auch gesetzlich verankern. Ein Gesetzesentwurf soll bereits im Herbst vorgelegt werden und wird laut aktuellen Statistiken von ca. 60% und 65% der Bürger befürwortet.

Ob sich das Konzept Homeoffice flächendeckend in Deutschland zumindest als Teilzeit-Lösung etablieren wird, ist allerdings noch unklar. Als sicher gilt dagegen, dass auch nach der Corona-Zeit viele Menschen darüber nachdenken werden, sich ein häusliches Büro einzurichten. Mit einem gesetzlichen Anspruch auf das Homeoffice, würde diese Nachfrage vermutlich noch deutlich stärker zunehmen.

Wie das häusliche Büro den Immobilienmarkt beeinflussen kann

Die Lebens- und Arbeitsweise des Menschen hat einen direkten Einfluss auf die Nachfrage nach Immobilien. Dementsprechend stark kann die Beliebtheit des häuslichen Büros auch die Immobilienbranche beeinflussen. Bei Gewerbeimmobilien wird dies besonders deutlich. So hat eine Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner kürzlich ergeben, dass ca. 3/4 aller Finanzvorstände in den USA Pläne haben, die Anzahl an festen Büroplätzen in ihren Unternehmen zu reduzieren.

Umfragen des Immobilienverbandes Corenet Global haben ergeben, dass nahezu die Hälfte aller Großunternehmen kurz- und mittelfristig Arbeitsflächen abbauen möchten. Einen Trend zu flexiblen Arbeitsplätzen gab es allerdings schon vorher. Große Unternehmen, wie Microsoft, Uber oder auch KPMG vertrauen bereits auf Coworking-Anbieter, wie WeWork oder Regus, die mit offenen Büroflächen und flexiblen Abo-Modellen locken.

Die Folgen des Coronavirus und der allgemeine Trend am Arbeitsmarkt lassen also durchaus auf einen Rückgang des Bedarfs an Büroräumen schließen. Obwohl die aufgeführten Studien auf den US-amerikanischen Markt bezogen sind, lässt sich der Trend in dieser Form auch nach Deutschland übertragen. Besonders relevant wird die Frage, ob sich diese Änderung auch auf den Markt für Privatimmobilien übertragen wird.

Denkbar ist vor allem, dass Wohnungen und Häuser mit separaten Arbeitsräumen am Markt beliebter werden. In urbanen Regionen, die ohnehin schon für Wohnraummangel bekannt sind, können so mittelfristig vermutlich Preisanstiege wahrgenommen werden. Denn ein separates häusliches Büro bringt nicht nur mehr Komfort in den Homeoffice-Alltag, sondern auch erhebliche Steuervorteile mit sich.

Dass pauschal alle Wohnungen mit größeren Wohnflächen mittelfristig leichte Preisanstiege erfahren, ist ebenfalls möglich. Denn nach dieser sehr anstrengenden Zeit mit teilweise extremen Eingriffen in die Freiheitsrechte der Menschen, ist es denkbar, dass Wohnraum in Deutschland und Europa komplett neu wahrgenommen und bewertet wird.

Fazit: Der Immobilienmarkt nach Corona

Präzise Voraussagen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf den Immobiliensektor lassen sich allerdings noch nicht treffen, da die wirtschaftlichen Folgen noch nicht vollständig ersichtlich sind.

Die Anzeichen, dass der Markt für Gewerbeimmobilien stärker betroffen sein wird als der für Privatimmobilien sind jedoch deutlich. Ob Privatwohnungen mit separaten Arbeitsflächen oder besonders großen Wohnflächen davon profitieren werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Denkbar wäre auch, dass Coworking-Anbieter als großer Gewinner des Homeoffice-Trends hervorgehen und separate Arbeitsbereiche keinen Einfluss auf die Preisentwicklung von Privatwohnungen haben werden.

Sie können grundsätzlich insgesamt positiv auf den Immobilienmarkt blicken, da sich die fundamentalen Faktoren, wie der Wohnraummangel in Ballungsräumen nicht von heute auf morgen ändern. Kurzfristig werden diese aufgrund von Problemen in der Projektentwicklung, wie Engpässen auf Bauämtern oder Baustops, sicherlich sogar noch verstärkt werden.

Finden Sie das richtige Immobilieninvestment für Ihr Risikoprofil

Bei der Bauer Immobilien GmbH beraten wir Sie gerne zu Ihrem zukünftigen Immobilieninvestment. Kontaktieren Sie uns gerne auch telefonisch unter 0221 – 650 28 29 0 oder per E-Mail unter info@investment-bauer.de, um ein kostenfreies Erstgespräch zu vereinbaren!

Teile diesen Beitrag

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email