Wel­che Bedeu­tung hat das Home­of­fice nach der Corona-Krise?

Zu Beginn der Coro­na-Kri­se schien das Arbei­ten aus dem Home­of­fice als ein tem­po­rä­res Phä­no­men in den meis­ten Berufs­zwei­gen. Doch meh­re­re Umfra­gen gro­ßer deut­scher Tages­zei­tun­gen, wie der FAZ und der Welt haben erge­ben, dass vie­le Arbeit­neh­mer auch nach der Pan­de­mie ger­ne regel­mä­ßig von Zuhau­se aus arbei­ten würden. 

Was bedeu­tet das für die Immo­bi­li­en-Nach­fra­ge und wie wer­den sich Woh­nun­gen in Zukunft ver­än­dern? Das behan­deln wir in unse­rem heu­ti­gen Artikel. 

Die Dis­kus­si­on über das Homeoffice

Aktu­ell ist das Arbei­ten von Zuhau­se eines der medi­al am häu­figs­ten dis­ku­tier­ten The­men – und das nicht ohne Grund, denn der Anteil der Arbeit­neh­mer, die aktu­ell im Home­of­fice arbei­ten liegt Umfra­gen zufol­ge zwi­schen 43% und 45%. Im Ver­gleich zur Situa­ti­on vor der Coro­na-Kri­se ist das ein Anstieg von ca. 90% — 100%. Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil will das Recht zuhau­se arbei­ten zu dür­fen auch gesetz­lich ver­an­kern. Ein Geset­zes­ent­wurf soll bereits im Herbst vor­ge­legt wer­den und wird laut aktu­el­len Sta­tis­ti­ken von ca. 60% und 65% der Bür­ger befürwortet. 

Ob sich das Kon­zept Home­of­fice flä­chen­de­ckend in Deutsch­land zumin­dest als Teil­zeit-Lösung eta­blie­ren wird, ist aller­dings noch unklar. Als sicher gilt dage­gen, dass auch nach der Coro­na-Zeit vie­le Men­schen dar­über nach­den­ken wer­den, sich ein häus­li­ches Büro ein­zu­rich­ten. Mit einem gesetz­li­chen Anspruch auf das Home­of­fice, wür­de die­se Nach­fra­ge ver­mut­lich noch deut­lich stär­ker zunehmen. 

Wie das häus­li­che Büro den Immo­bi­li­en­markt beein­flus­sen kann

Die Lebens- und Arbeits­wei­se des Men­schen hat einen direk­ten Ein­fluss auf die Nach­fra­ge nach Immo­bi­li­en. Dem­entspre­chend stark kann die Beliebt­heit des häus­li­chen Büros auch die Immo­bi­li­en­bran­che beein­flus­sen. Bei Gewer­be­im­mo­bi­li­en wird dies beson­ders deut­lich. So hat eine Stu­die des Markt­for­schungs­un­ter­neh­mens Gart­ner kürz­lich erge­ben, dass ca. 3/4 aller Finanz­vor­stän­de in den USA Plä­ne haben, die Anzahl an fes­ten Büro­plät­zen in ihren Unter­neh­men zu reduzieren. 

Umfra­gen des Immo­bi­li­en­ver­ban­des Core­net Glo­bal haben erge­ben, dass nahe­zu die Hälf­te aller Groß­un­ter­neh­men kurz- und mit­tel­fris­tig Arbeits­flä­chen abbau­en möch­ten. Einen Trend zu fle­xi­blen Arbeits­plät­zen gab es aller­dings schon vor­her. Gro­ße Unter­neh­men, wie Micro­soft, Uber oder auch KPMG ver­trau­en bereits auf Cowor­king-Anbie­ter, wie WeWork oder Regus, die mit offe­nen Büro­flä­chen und fle­xi­blen Abo-Model­len locken. 

Die Fol­gen des Coro­na­vi­rus und der all­ge­mei­ne Trend am Arbeits­markt las­sen also durch­aus auf einen Rück­gang des Bedarfs an Büro­räu­men schlie­ßen. Obwohl die auf­ge­führ­ten Stu­di­en auf den US-ame­ri­ka­ni­schen Markt bezo­gen sind, lässt sich der Trend in die­ser Form auch nach Deutsch­land über­tra­gen. Beson­ders rele­vant wird die Fra­ge, ob sich die­se Ände­rung auch auf den Markt für Pri­vat­im­mo­bi­li­en über­tra­gen wird.

Denk­bar ist vor allem, dass Woh­nun­gen und Häu­ser mit sepa­ra­ten Arbeits­räu­men am Markt belieb­ter wer­den. In urba­nen Regio­nen, die ohne­hin schon für Wohn­raum­man­gel bekannt sind, kön­nen so mit­tel­fris­tig ver­mut­lich Preis­an­stie­ge wahr­ge­nom­men wer­den. Denn ein sepa­ra­tes häus­li­ches Büro bringt nicht nur mehr Kom­fort in den Home­of­fice-All­tag, son­dern auch erheb­li­che Steu­er­vor­tei­le mit sich. 

Dass pau­schal alle Woh­nun­gen mit grö­ße­ren Wohn­flä­chen mit­tel­fris­tig leich­te Preis­an­stie­ge erfah­ren, ist eben­falls mög­lich. Denn nach die­ser sehr anstren­gen­den Zeit mit teil­wei­se extre­men Ein­grif­fen in die Frei­heits­rech­te der Men­schen, ist es denk­bar, dass Wohn­raum in Deutsch­land und Euro­pa kom­plett neu wahr­ge­nom­men und bewer­tet wird. 

Fazit: Der Immo­bi­li­en­markt nach Corona

Prä­zi­se Vor­aus­sa­gen zu den Aus­wir­kun­gen des Coro­na­vi­rus auf den Immo­bi­li­en­sek­tor las­sen sich aller­dings noch nicht tref­fen, da die wirt­schaft­li­chen Fol­gen noch nicht voll­stän­dig ersicht­lich sind. 

Die Anzei­chen, dass der Markt für Gewer­be­im­mo­bi­li­en stär­ker betrof­fen sein wird als der für Pri­vat­im­mo­bi­li­en sind jedoch deut­lich. Ob Pri­vat­woh­nun­gen mit sepa­ra­ten Arbeits­flä­chen oder beson­ders gro­ßen Wohn­flä­chen davon pro­fi­tie­ren wer­den, wird sich in den nächs­ten Mona­ten zei­gen. Denk­bar wäre auch, dass Cowor­king-Anbie­ter als gro­ßer Gewin­ner des Home­of­fice-Trends her­vor­ge­hen und sepa­ra­te Arbeits­be­rei­che kei­nen Ein­fluss auf die Preis­ent­wick­lung von Pri­vat­woh­nun­gen haben werden. 

Sie kön­nen grund­sätz­lich ins­ge­samt posi­tiv auf den Immo­bi­li­en­markt bli­cken, da sich die fun­da­men­ta­len Fak­to­ren, wie der Wohn­raum­man­gel in Bal­lungs­räu­men nicht von heu­te auf mor­gen ändern. Kurz­fris­tig wer­den die­se auf­grund von Pro­ble­men in der Pro­jekt­ent­wick­lung, wie Eng­päs­sen auf Bau­äm­tern oder Bau­stops, sicher­lich sogar noch ver­stärkt werden. 

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