Sinn­vol­le Ver­si­che­run­gen für Eigentümer

Bei der Fra­ge, wel­che Ver­si­che­run­gen für Eigen­tü­mer in Fra­ge kom­men, herrscht oft Unklar­heit. Die Aus­wahl ist hier grund­sätz­lich groß. Vie­le Ver­mie­ter und Eigen­tü­mer fin­den die Situa­ti­on intrans­pa­rent und haben Pro­ble­me die ent­spre­chen­den Infor­ma­tio­nen ein­zu­se­hen, um anschlie­ßend die nöti­gen Ent­schei­dun­gen für oder gegen eine Ver­si­che­rung zu tref­fen. Wir möch­ten in die­sem Arti­kel ein­mal einen Über­blick über die unter­schied­li­chen Ver­si­che­rungs­mög­lich­kei­ten für Ver­mie­ter und Eigen­tü­mer schaffen.

Ein Ver­mie­ter muss laut BGB dafür Sor­ge tra­gen, dass sein Haus, bzw. Grund­stück gefah­ren­frei und sicher ist. Da dies jedoch nicht immer kom­plett mög­lich ist, bie­ten sich ver­schie­de­ne Ver­si­che­run­gen an, die im Ernst­fall ein­grei­fen und den Mie­ter vor unge­plan­ten Kos­ten schüt­zen. Die beson­ders typi­schen Ver­si­che­run­gen, die pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung und die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung rei­chen in der Regel nicht aus, um die meis­ten Situa­tio­nen abzu­de­cken. Geht es um selbst­ge­nutz­te Immo­bi­li­en sieht die Situa­ti­on ähn­lich aus. Aber auch hier sind eini­ge Zusatz­ver­si­che­run­gen empfehlenswert.

Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Bei der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung han­delt es sich um eine beson­ders emp­feh­lens­wer­te Ver­si­che­rung. Hier­durch wird der ver­si­cher­te Haus­be­sit­zer in bestimm­ten Scha­dens­si­tua­tio­nen finan­zi­ell unter­stützt. Die Prä­mi­en sind dabei in der Regel schon im Vor­aus fest­ge­legt und ori­en­tie­ren sich an der Wahr­schein­lich­keit eines Scha­dens­falls. Schä­den durch Feu­er, Explo­si­on, Lei­tungs­was­ser, Frost, Blitz­schlag, sowie Sturm­schä­den sind mit einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abge­si­chert. Zudem lässt sich die­se meist den Ansprü­chen ent­spre­chend erwei­tern. So kön­nen bei­spiels­wei­se Häu­ser in der Nähe eines Hangs durch zusätz­li­che Klau­seln geschützt wer­den, die Erd­rut­sche oder durch Stark­re­gen ent­stan­de­ne Über­schwem­mun­gen mit­ein­schlie­ßen. Die­se Ver­si­che­rung ist sowohl für Ver­mie­ter, als auch für Besit­zer eigen­ge­nutz­ter Immo­bi­li­en abso­lut empfehlenswert.

Haft­pflicht & Hausrat

Bei der Haft­plicht- und der Haus­rat­ver­si­che­rung han­delt es sich um zwei belieb­te Ver­si­che­run­gen, sowohl für Ver­mie­ter, als auch für Eigen­tü­mer. Dabei ist die Haft­pflicht­ver­si­che­rung jedoch die Not­wen­di­ge. Nach den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, bspw. § 823BGB, muss jeder für den Scha­den in unbe­grenz­ter Höhe ein­ste­hen, den er schuld­haft ver­ur­sacht hat. Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung greift dann ein, wenn jemand durch das Haus oder das Grund­stück des Ver­si­cher­ten zu Scha­den kommt. Dies kann in länd­li­chen Gegen­den bspw. durch Her­ab­fal­len von Ästen eines auf dem Grund­stück gepflanz­ten Bau­mes gesche­hen. In der Stadt schützt die Haft­pflicht­ver­si­che­rung in Situa­tio­nen, in denen bspw. Dach­zie­gel vom Dach stür­zen und Per­so­nen verletzen.

Eine gute Haus­rat­ver­si­che­rung ist sehr emp­feh­lens­wert, da sie grund­sätz­lich vor Schä­den im Haus, die durch Feu­er, Sturm, Lei­tungs­was­ser­schä­den und­Ex­plo­sio­nen ent­ste­hen, schützt. Außer­dem sind Schä­den durch Drit­te, wie Ein­bruch, Dieb­stahl oder Van­da­lis­mus mit abge­deckt. Dabei sind alle Haus­halts­ge­gen­stän­de mit­ver­si­chert, wozu die gesam­te Ein­rich­tung und Bar­geld bis zu einer gewis­sen Höhe gehören.

Eine Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht­ver­si­che­rung kann sepa­rat abge­schlos­sen wer­den oder die pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung erwei­tern. Vie­le Ver­mie­ter machen den Feh­ler, dass sie ihre eige­ne Ver­ant­wort­lich­keit unter­schät­zen und der Aus­wahl einer opti­ma­len Ver­si­che­rung wenig Beach­tung zuspre­chen. Die pas­sen­de Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht­ver­si­che­rung mit Sorg­falt aus­zu­wäh­len ist jedoch essen­ti­ell, da es sich im Ernst­fall um sehr hohe Sum­men han­deln kann.

Rest­schuld- oder Risikolebensversicherung

Die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung bie­tet sich sowohl für Eigen­nut­zer, als auch für Ver­mie­ter an, wel­che ihr Haus mit einem Kre­dit erwor­ben haben. Gera­de bei geplan­ten Immo­bi­li­en­in­vest­ments wer­den häu­fig hohe Kre­di­te auf­ge­nom­men, die über eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­run­gen nach einem Todes­fall abge­deckt wer­den soll­ten. So kön­nen die Erben eines Immo­bi­li­en­be­sit­zers die Immo­bi­li­en nach sei­nem Tod wei­ter­hin nut­zen, wenn die Schul­den über eine Ver­si­che­rung begli­chen wer­den. Opti­mal sind dabei Ver­trä­ge, die genau die Schuld­sum­me für den jewei­li­gen Kre­dit abde­cken. Risi­ko­le­bens­ver­si­che­run­gen sind grund­sätz­lich immer emp­feh­lens­wert, um sich vor unvor­her­seh­ba­ren Situa­tio­nen zu schützen.

Ver­mie­ter­rechts­schutz­ver­si­che­rung

Die Ver­mie­ter­rechts­schutz­ver­si­che­rung ist eine für Ver­mie­ter in vie­len Augen essen­ti­el­le Ver­si­che­rung. Die­se greift gera­de dann ein, wenn sich ein Rechts­streit androht. Die damit ver­bun­de­nen Kos­ten wer­den von der Ver­si­che­rung kom­plett oder zum größ­ten Teil über­nom­men. Häu­fig sind Ver­let­zun­gen der Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht die Grün­de für Rechts­strei­tig­kei­ten, in denen der Ver­mie­ter belangt wer­den soll. Hier­bei gilt: Auch wenn es abso­lut nicht in der Inten­ti­on des Ver­mie­ters liegt, einen Rechts­streit zu füh­ren, kann dies nie­mals aus­ge­schlos­sen werden.

Zusam­men­fas­sung

Grund­sätz­lich gibt es vie­le Ver­si­che­run­gen für Ver­mie­ter und Haus­be­sit­zer, die oft nicht immer nötig sind. Die hier genann­ten Ver­si­che­run­gen schlie­ßen wirk­lich nur die Aspek­te ein, die Immo­bi­li­en­be­sit­zer wirk­lich benö­ti­gen. Oft ver­su­chen Ver­si­che­rungs­kon­zer­ne Ver­si­che­run­gen zu ver­kau­fen, die nütz­lich sind, jedoch nicht benö­tigt wer­den. Hier­bei gilt es im Ein­zel­fall zu ent­schei­den, ob eine Ver­si­che­rung nötig ist oder nicht.

Eben­falls emp­feh­lens­wert ist übri­gens eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Die­se hat zwar nicht direkt etwas mit Immo­bi­li­en zu tun, kann jedoch bei offe­nen Kre­di­ten die bezo­ge­nen Immo­bi­li­en schüt­zen. Wenn bspw. der Anspruch auf pri­va­tes Kran­ken­ta­ge­geld mit der Begrün­dung einer Berufs­un­fä­hig­keit ver­fällt, kann die BU-Ver­si­che­rung ein­sprin­gen. Damit ist ein durch­gän­gi­ges Ein­kom­men gesi­chert, wel­ches bspw. zum Abbe­zah­len von Immo­bi­li­en­kre­di­ten benö­tigt wer­den würde.

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