Wie der Immobilienmarkt der Coronakrise trotzt

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise sorgen seit Monaten für erhebliche Schwankungen an den Kapitalmärkten. Der Immobilienmarkt blieb in dieser Zeit allerdings recht konstant und konnte im Monat Mai sogar weiter anwachsen. Doch woran lag das und mit welcher Marktentwicklung ist in den nächsten Monaten zu rechnen?

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die verfügbaren Daten der Immobilieninseraten und der Preisentwicklung der letzten Monate. Außerdem geben wir mit Blick auf die aktuelle fiskalpolitische Entwicklung in der Europäischen Union eine Einschätzung zur weiteren Marktentwicklung ab.

Wie der Immobilienmarkt der Coronakrise trotzt

Zu Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen Anfang März haben wir in diesem Beitrag einen positiven Ausblick auf den Immobilienmarkt abgegeben. Unsere Einschätzung war damals klar: Da der Immobilienmarkt hauptsächlich von der Zinssituation und dem Bedarf an Wohnraum beeinflusst wird, wird dieser auch in der Krise stabil bleiben.

Drei Monate später hat sich unsere Einschätzung bestätigt. Laut der verfügbaren Erstdaten des Immobilienportals Immobilienscout24 und der Wirtschaftswoche nahm die Anzahl an verfügbaren Immobilienangeboten während der Coronakrise um ca. 5% zu. Besonders die Anzahl an Mietinseraten stieg mit insgesamt plus 11% beachtlich.

Aber auch die Nachfrage scheint sich positiv entwickelt zu haben. Ende Mai wurden etwa 19% mehr Exposees angesehen als vor der Krise. Daraus resultierten wohl knapp 17% mehr Anfragen bei Kaufimmobilien. Das spiegelt sich auch bei den Baukrediten wieder, die sich laut Interhyp, ING, Allianz und anderen Finanzinstituten „konstant positiv“ entwickelt haben. Die aktuell verfügbaren Daten indizieren sogar, dass trotz der Coronakrise im Vergleich zum Vorjahr zwischen 5% und 10% mehr Kreditvolumen für Immobilien vergeben wurde.

Die Entwicklung der Immobilienpreise lässt sich rückblickend noch nicht vollkommen identifizieren. Aber auch hier sind die ersten Daten von Immobilienscout mit einem Anstieg von ca. 2,5% über das Krisenniveau sehr positiv. Etwas konservativer sind die langfristigen Einschätzungen des IVD. Diesem zufolge wird der Mietpreisanstieg von Wohnimmobilien Ende des Jahres bei 2,5% – 3% liegen und somit geringfügig den Anstieg des letzten Jahres (3,1%) unterschreiten. Bei Eigentumswohnungen im Bestand rechnet man mit einem Preisanstieg von 4-5% zum Ende des Jahres.

Niedrige Zinsen und Krisenstabilität als Antrieb des Immobilienmarktes

Die wirtschaftliche Entwicklung hatte in den letzten Monaten keine negativen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Auch wenn Arbeitslosigkeit und Kreditausfälle grundsätzlich ein Risiko für diesen darstellen, sind sie nur kleine Faktoren in einem sehr komplexen Marktumfeld.

Der Immobilienmarkt wird mitunter durch die Zinsentwicklungen im Europäischen Wirtschaftsraum nach vorne getrieben. Erst Ende April hat die Europäische Zentralbank die Kreditbedingungen gelockert und beschlossen die Zinsen für die langfristige Kreditaufnahme von Banken auf -1,0% gesenkt. Auch der zuletzt im September 2019 gesenkte Einlagenzins von -0,5% ändert nichts an der Tatsache, dass Banken Investoren günstigere Hypotheken als je zuvor anbieten können.

Dass die Immobilie auch Betongold genannt wird und als besonders krisenstabil gilt, fördert die Nachfrage zurzeit besonders. Denn viele Investoren fürchten, dass ihre Geldeinlagen und Investments in anderen Anlagekategorien in Gefahr sein könnten. Somit werden verlorene Immobilienkäufe aufgrund von Kreditausfällen und zögernde Eigenheimkäufer durch opportunistische Investoren ersetzt, die die Nachfrage weiterhin hochhalten.

Daher ist auch in den nächsten Monaten mit einer weiterhin positiven oder zumindest stabilen Preisentwicklung von Wohnimmobilien zu rechnen – besonders wenn man bedenkt, dass Immobilien im Gegensatz zu vielen anderen Anlagen einen unersetzbaren Nutzen erfüllen.

Darüber hinaus werden sich Probleme, wie der akute Wohnraummangel in deutschen Großstädten nicht von heute auf morgen lösen. Diese werden vermutlich sogar durch im Zuge der Coronakrise verhängte Baustopps und andere mit der Krise zusammenhängende Faktoren verstärkt. Daher ist nahezu unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten Monaten mit einer besonders stabilen Nachfrage an Wohnraum in städtischen Lagen zu rechnen.

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